Eppendorf – ein Dorf mitten in Hamburg

Hervorgehoben

Mag sein, dass es Menschen gibt, die sich das nicht vorstellen können, weil sie in neu hin gebauten, aus der Steppe gewachsenen Städten leben, die keine Geschichte haben. Ich hatte das Glück, in dem ältesten und „größten“ Dorf Hamburgs aufgewachsen zu sein, welche den Grundstock für diese Stadt einst bildeten – Eppendorf. So habe ich das Bedürfnis, alle meine Informationen über diesen Stadtteil einmal zusammenzufassen und vielleicht auch so manche Vorstellung über ihn „geradezurücken“.
Knapp 900 Jahre ist Eppendorf alt. 1140 wurde Eppendorf, das – wie auch weite Teile Hamburgs – auf Moorgrund gebaut war, erstmals urkundlich erwähnt.  Im 13. Jahrhundert entstand die St.-Johannis- Kirche, die bis heute beliebteste „Hochzeitskirche“ in Hamburg. Direkt daneben fing die „Looge“ an, die Gemeindeweide, auch Gummiwiese bei den Kindern genannt, weil der Morast unter ihren Füßen zu schwingen anfing, wenn sie darüber liefen. Noch heute erinnern Straßennamen von der Alster bis zum Eppendorfer Baum an diese Zeit. Das Dorf stand auf morastigem Boden, wie auch ein großer Teil Hamburgs. Wie das aussah, kann man im verbliebenen Teil, des unter Naturschutz stehenden „Borsteler Moor“ besichtigen. 1579 zählte man in Eppendorf 480 erwachsene Einwohner. Eppendorf alte Karte Ab 1828 war Eppendorf über eine ausgebaute Chaussee von Hamburg aus zu erreichen. Und damit begann das Ende vom ursprünglichen Dorf: Holländische Drainage-Spezialisten legten das von Tarpenbek und Alster versumpfte Gebiet trocken – soweit es eben ging – und machten es so attraktiv für wohlhabende Hamburger, die sich einen Landsitz im Norden der Stadt gönnen wollten. Mit den Kleinbauern, die in kleinen Katen auf den aufgeschütteten Warften/Brinken lebten, ihren Lebensunterhalt mit harter Landarbeit verdienen mussten, hatten diese Bürger allerdings genauso wenig am Hut, wie mit den Handwerkern und dem Dienstpersonal, wie man der Beschreibung des von Andreas Knauer an der Eppendorfer Landstraße errichteten Etablissements mit Haupt- und Nebengebäuden für Mineralwasserkuren (Andreasbrunnen) entnehmen kann. Heißt es doch in den Annalen des 1875 gegründeten „Eppendorfer Bürgervereins“, dass der Eintritt nur denen gestattet wurde, die eine Eintrittskarte vorweisen konnten. Diese wurde – um schlechte Elemente fernzuhalten, alljährlich allen guten Familien zugesandt. In der damaligen Denkungsart der Honoratioren trennte die Bezeichnung „Gesinde“ offenbar nur der Buchstabe „L“ von jenen, denen man jegliche Daseinsberechtigung absprach, weil sie nichts hatten. Zu dem Zeitpunkt gehörten zur Eppendorfer Kirchengemeinde so ziemlich alle Gemeinden zwischen Hummelsbüttel, Wellingsbüttel, auf der nördlichen Seite bis Eimsbüttel und Eidelstädt. 1894 schließlich zogen die Stadtväter aus der dynamischen Expansion eine sinnvolle Konsequenz: Eppendorf wurde eingemeindet. Etwas näher auf das Geschichtsgeschehen in Eppendorf geht folgender Beitrag von Hamburg alive ein: Auszug aus der Eppendorf-Geschichte dort:  Eppendorf liegt an der Alster – 1140 wird das Dorf erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert so vermutet man, wurde dort die evangelische Kirche St. Johannis gegründet, aber erst 1267 urkundlich erfasst, seit 1751 bis heute hat sich das Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert, sie ist ein letzter Zeitzeuge  – die beliebte Hochzeits-Kirche von Eppendorf. Unvergessen auch die Verdienste des Kantors- Organisten und Küster Samuel Heinicke, war hier Kantor von 1768 bis 1778 und unterrichtete in der Küsterei mehrere gehörlose Schüler. Im 14. Jh. wird das Dorf und die Kirche an das Zisterzienserinnen-Kloster Herwardeshude verkauft, das 1247 von Heilwig von der Lippe, Ehefrau des Schauenburger Grafen Adolf IV. in Herwardeshude gegründet worden war. Dies war ein Flecken auf einer Anhöhe oberhalb der Elbe an der späteteren die Grenze zwischen St. Pauli und Altona. 1293 kauften die Nonnen vom Schauenburger Grafen Heinrich I. von Holstein Ländereien an der Alster mit allen Freiheiten, von allen Abgaben befreit und verlegten 1295 ihr Kloster („Jungfrauenthal“) Herwardeshude an diesen Ort – heute Harvestehude. Als nach der Reformation das Kloster 1530 aufgelöst und abgebrochen wurde, gründete die neue lutherische Konfession 1536 die „evangelische Stiftung Kloster St. Johannis“, der die Klosterbesitzungen – und damit auch Eppendorf – übertragen wurden. Drei Jahrhunderte blieb das Dorf im Besitz der Stiftung. Die Dominikanermönche mußten ebenfalls, laut Beschluß von 1529 durch Rat und Bürgerschaft,  das jetzt lutherische Hamburg verlassen. In das leere Johannis-Kloster von 1236 (gegr. durch den Grafen Adolph IV. von Schauenburg und Holstein) zogen nun die Nonnen des Kloster Herwardeshude ein, die ihren Glauben geändert hatten, und nannten es fortan „Kloster St. Johannis“. Nachdem mehrfach der Standort gewechselt worden war, wurde 1914 die neue Bleibe an der Heilwigstr. eingeweiht – heute ist das Kloster ein Damenstift. In der Zeit der Zugehörigkeit zur Klosterstiftung St. Johannes wurde Eppendorf wiederholt Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen und Gegenstand von Besetzungen. Im Dreißigjährigen Krieg quartierten sich schwedische und dänische Truppen ein, bis sie 1627 vom kaiserlich-katholischen Feldmarschall Johann t’Serclaes von Tilly vertrieben wurden. 1712 und 1762 besetzten dänische Truppen Eppendorf, da Dänemark weiterhin die Zugehörigkeit Hamburgs und seiner Besitzungen zum von ihm regierten Herzogtum Holstein beanspruchte. Erst mit dem Gottorper Vertrag von 1768 gab Dänemark diese Ansprüche auf. Napoleonische Truppen besetzten Eppendorf dann 1806 und verleibten es dem französischen Kaiserreich als Teil des Département des Bouches de l’Elbe ein. Unter Marschall Louis-Nicolas Davout wurde ein Großteil des Dorfes 1813 niedergebrannt, um den Franzosen freies Schussfeld vor den Toren Hamburgs zu verschaffen, bereits ein Jahr später gelang es aber russischen Truppen Hamburg – und damit auch Eppendorf – zu befreien. Eppendorf um 1810Ende des 18. Jh. wächst Epd. über den Kern um die Kirche hinaus und wird Zentrum für die umliegenden Dörfer, der Ort wird Nah- und Erholungsgebiet, „Beim Andreasbrunnen“  (heute steht hier ein Beleg-Krankenhaus) eröffnet ab ca. 1824 ein Kurbetrieb seine Brunnenanlage mit div. Heilwässern. Der „Andreasbrunnen“ wird weiter ausgebaut zu einem Gesellschaftshaus mit 110 Zimmern, mit Gesellschafträumen und Kuranlagen. Jahrhunderte blieb das Dorf im Besitz der Stiftung, ehe es 1832 – wie der gesamte Stiftungsbesitz – direkt in hamburgische Verwaltung kam. Nach 1850 schlief der Kurbetrieb langsam wieder ein. In der Mitte des 19. Jh. löste eine neue Brücke, über die Alster nach Winterhude, den hölzernen Steg und die Furt für Pferde und Wagen ab. In dieser Zeit lebten in Epd. ca.1400 Einwohner, viele Hamburger besaßen hier bereits Land- und Gartenhäuser – ein letztes Beispiel steht an der Ludolfstraße, das Willsche Haus (Palais) aus dem Jahr 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde Eppendorf zum beliebten Vorort für wohlhabende Bürger aus Hamburg, die dort ihren Landsitz errichteten. In der Folgezeit wurde das niedriggelegene, sehr feuchte Land aufgeschüttet und bebaut. Von der ursprünglichen Weide- und Moorlandschaft hat sich nur das Eppendorfer Moor an der Tarpenbek erhalten, das seit 1982 unter Naturschutz steht. In der Gründerzeit entwickelte sich Eppendorf rasch weiter und wurde so 1871 zum Vorort und 1894 als Stadtteil nach Hamburg eingemeindet. Im Süden bestimmte das repräsentative Stadthaus und oder die individuellen Villen (z.B. in Jugendstil) das Stadtteil-Bild – im Norden das 1890 eingeweihte „Allgemeine Krankenhaus“ (heute das Universitäts-Krankenhaus – UKE – Hamburg-Eppendorf), die 1894 hierher verlegten Wohnstifte um Fricke-, Schede- und Tarpenbekstraße und die Arbeiterquartiere, im Jahre 1900 lebten hier ca. 29.000 Personen. Ab 1900 bis in die 1930er Jahre wurden die Lücken in Epd. in ganz unterschiedlicher Bauweise bebaut. Am 31.12.2011 wohnen im Stadtteil 24.129 Personen auf 2,7 km².
Wer weiß schon, dass der Bahnhof Kellinghusestraße 1912 fertiggestellt wurde und die zweite U- bzw. Hochbahnlinie Deutschlands dann von dort zum Jungfernstieg führte?
Oder dass das 1914 eröffnete Holthusenbad von Fritz Schumacher entworfen wurde,  zunächst Warmbadeanstalt hieß und ab 1927 die erste, nach dem 1. Weltkrieg wiedereröffnete Bücherhalle der Stadt beherbergte?
Es gibt also noch viel für mich zu tun…
©mf 5/2014 Diese Chronik ist im Entstehen und wird von Marthe kontinuierlich weiter recherchiert und ausgebaut…

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Geschichte der Bücherhalle Eppendorf

Am 1. Juni 1927 wurde die siebente Bücherhalle, die erste nach dem Kriege, im Gebäude der Badeanstalt Goernestraße 21 eröffnet. Sie hatte einen Bestand von zunächst 10 400 Bänden. Belletristik und Jugendliteratur wurden mit Hilfe des Indikators ausgeliehen, für die belehrende Literatur gab es einen Freihand-Bereich.

Obgleich die Räume nicht groß waren und im 2. Stock lagen, fand sich bald eine große Zahl von Lesern. Die Nähe mehrerer Schulen, sowie die Verkehrslage in unmittelbarer Nähe einer Hochbahnstation machten sich günstig bemerkbar.
Alte Bücherhalle
Es zeigte sich, dass nicht nur Angehörige des Arbeiter- und Handwerkerstandes als Leser in Betracht kamen, sondern dass ebenso in den Kreisen des intellektuellen Mittelstandes ein großes Interesse vorlag.

Entsprechend den Ansprüchen dieser Leserschaft, die den größten Prozentsatz an Akademikern aufwies, wurde der Bücherbestand im Laufe der Jahre ausgebaut. Weiterlesen

Hausbesetzer der ersten Stunde! Mietergruppe Hayn- Hegestraße


Foto me di um Architekten

Das wunderschöne Jugendstil-Eckhaus Haynstraße 1–3, Hegestraße 41 wäre ohne die Mietergruppe, die damals als Studenten dort wohnten, längst Vergangenheit – abgerissen von Ignoranten, die den Wert dieses Gebäudes nicht erkannten oder zu schätzen wussten. Heute ist es als Denkmal anerkannt und die Studenten von einst, sind auch heute noch Teil der MIETERGRUPPE HAYN-/HEGESTRASSE.
In dem schönen alten Gebäude in Hamburg-Eppendorf leben gegenwärtig 43 Erwachsene und Kinder in 22 Wohnungen.

Begonnen hat alles 1970, als Studenten über die Wohnungsvermittlung der Universität in das Haus einziehen. Die bunt zusammen gewürfelten Bewohner kämpften gemeinsam gegen den Abriss und erlebten sich dabei als starke Gemeinschaft mit politischen Zielen. Dank dieses Kampfes von damals steht das Haus bis heute.
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Eppendorfer Mühlenteich – Refugium vieler Vögel und Winterquartier der Hamburger Schwäne.

Endlich kann man wieder spazieren gehen, ohne dass einem die Ohren abfrieren. https://i2.wp.com/www.feierabend.de/images/channel/web/5/4/g.1198854.jpgFoto ©mf = Marthe
Und da nun auch in den Parks an der Alster die Wege und kleinen Brücken wieder begehbar sind, hat es mich gleich hinausgetrieben an den Eppendorfer Mühlenteich und in den Haynspark. Der Eppendorfer Mühlenteich in Hamburg wird jedes Jahr zum Winterquartier der Hamburger Alsterschwäne. Natürlich kommen auch alle anderen schlauen Vögel hierher.
(Einige sehr seltsame Exemplare hat Miriam Flüß bei der „Morgengymnastik“ fotografiert)
©Miriam Flüß 6/2015
Neben den Enten und den Graugänsen, die zwischenzeitlich zu jeder größeren Grünfläche Hamburgs gehören, sind auch die kleinen Pieper sehr zahlreich vertreten, gibt es doch auch bei entbehrungsreichen Frosttagen hier immer was zu futtern. Und nicht nur von dem Schwanenvater Olav Nieß und seiner Crew, sondern für die Epporiginals – den alteingesessenen Eppendorfern – nebst Kindern gehört es dazu, mit ’ner Tüte voll Brotresten etc. „Füttern“ zu gehen.
Foto ©mf IMG_0007
Und so kommt es bei dieser Gelegenheit auch sehr leicht zu lockeren Gesprächen zwischen den Spaziergängern, denn man kennt sich nicht nur vom Sehen, sondern auch die meisten persönlich.
Mit solchen netten Spaziergängen pflege ich meine „Gute Laune“, denn irgendwie tut diese Art von Bewegung und Kontaktpflege auch der Seele gut. In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Tag und vielleicht regt es die einen oder anderen ja dazu an, auch die Nase in den Wind zu halten. Tschüß, man sieht sich….vielleicht?
Marthe
©mf 09.01.2011 Weiterlesen

Stadtspaziergänge – Auf den Spuren Eppendorfs

Die Agentur “Viakultura” veranstaltet regelmäßig thematische Stadtspaziergänge und Führungen für Einzelne und Gruppen. Ich nehme an einem dieser Spaziergänge teil, um an diesem Tag einmal mehr über den Stadtteil Eppendorf zu erfahren.
Wir treffen Ueber_uns_2uns an der U-Bahn-Station Hudtwalckerstraße, von wo aus wir zu Fuß den südlichen Teil Eppendorfs erkunden werden. “Eppendorf ist ein exemplarischer Stadtteil, um die Stadtentwicklung vom Mittelalter bis heute zu verdeutlichen”, erklärt Dr. Kerstin Petermann, die uns durch den Stadtteil führt. Sie fügt hinzu: “Eppendorf ist nicht gleich Eppendorf – der Stadtteil ist sehr vielfältig.”

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Es grünt so grün – Parks in Eppendorf

Die Parks in Eppendorf bieten kleine Erholungsflächen im dichbebauten Hamburg und wer ganz genau wissen will, was es mit den Eppendorfer Parks auf sich hat, kann es in dem Buch „Eppendorf und seine Parks“ von Hakim Raffat nachlesen.buchcover-eppendorf-und-seine-parks
Für eine Millionenstadt hat Hamburg viel Grün zu bieten und der kleinste Sonnenstrahl lockt die Menschen raus in die Parks und auf die Spazierwege – wie etwa in Eppendorf. Vier kleine Naherholungsgebiete nutzen die Eppendorfer gerne: den Seelemannpark, den Hayns Park, den Kellinghusenpark und den Eppendorfer Park.
Bei den ersten drei genannten handelt es sich um ehemalige Privatgärten – auf den ersten Blick gar nicht erkennbar.
Bis zum Jahr 1894 war Eppendorf ein kleines Dorf, ein Vorort von Hamburg, in dem sich die wohlhabenden Bürger ihren Landsitz errichteten. Die kleinen Eppendorfer Parks waren früher eben diese Landsitze von Hamburger Senatoren und Bürgermeistern.
Dass wir heute die Areale der ehemaligen Landsitze als öffentliche Parks nutzen können, verdankt Eppendorf der Hamburger Stadtplanung, die sich in den 1920er Jahren für die Grünflächen eingesetzt hat. Weiterlesen

Das Häuschen im Eppendorfer Park

panorama
Etwas schüchtern wirkt das kleine Backsteinhaus im Eppendorfer Park, liegt es doch ein bisschen versteckt hinter Büschen und Bäumen. Eines schönen Frühlingstages lag die Sonne so friedlich auf ihm, dass ich einfach mal vorbeischauen musste. Die Neugier, was es mit diesem Häuschen auf sich hatte, wurde zu groß.
Ich hatte zwar schon einige Male im Sommer gehört, wie dort ein anscheinend berauschendes Fest gefeiert wurde, aber so ganz klar wurde mir der Zweck des Hauses nicht.
Eine kleine Informationstafel neben der Türe gibt Aufschluss. Das Gebäude wurde 1903 als öffentliches Toilettenhäuschen erbaut. Als es vor elf Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden sollte, formierte sich aus engagierten Eppendorfern eine Bürgerinitiative zur Rettung des Hauses. Seit September 2002 kümmert sich der eingetragene Verein “Bürgerhäuschen Eppendorf” um dessen Erhaltung und Restaurierung.
Wie der Name “Bürgerhäuschen” schon vermuten lässt, kann das mittlerweile denkmalgeschützte Haus für private und kulturelle Veranstaltungen gemietet werden. Es soll als Treffpunkt für den Generationenaustausch dienen. Einen Anfang macht da zum Beispiel die Kooperation mit der Wolfgang-Borchert-Schule. Sie nutzt das Gebäude als “Klassenzimmer im Grünen”.
Nach der Winterpause soll es auch wieder eine Bürgersprechstunde geben. Eine gute Gelegenheit, meine mittelbaren Nachbarn kennenzulernen. Ich bin schon gespannt.
Inga Kubitzky 19.4.2011 „Mein Quartier! HH-Abendblatt-Archiv

Das „Eppendorfer Moor“ Relikt aus grauer Vorzeit und Naturschutzgebiet

Wer sich dafür interessiert, wie es einst rund um die Alster und ihre Nebenflüsse aussah, bevor sich hier Menschen ansiedelten, sollte unbedingt das „Eppendorfer Moor“ besuchen. Das Eppendorfer Moor ist ein kleiner Überrest eines einst mächtigen Moorgebiets, das sich auf der Terrassenkante des Alsterlaufs seit der Nacheiszeit gebildet hatte.
Mit der stetigen Urbanisierung des Hamburg umgebenden ländlichen Raums ab dem Mittelalter ging durch die Reduzierung der Flächengröße, durch Entwässerung und Abtorfung der Moorgebiete und mit ihm die darauf spezialisierten Tier- und Pflanzenarten weitgehend verloren. Mehr Infos dazu HIER

Foto Harald C.     Mehr Fotos dazu HIER Weiterlesen